Bundesländerübergreifende Begegnung: 22. Offenes Hessisches Rollstuhlbasketballturnier in Bad Arolsen mit starker Atmosphäre Heimturnier mit Herz
Heimturnier mit Herz - KPS-Team wächst über sich hinaus
Bad Arolsen. Es wackelt, es kracht, es wird laut. Bälle fliegen, Bälle werden abgefangen, Richtungen wechseln im Sekundentakt. In der Großsporthalle in Bad Arolsen wird beim 22. Offenen Hessischen Rollstuhlbasketballturnier nicht vorsichtig gespielt – sondern leidenschaftlich. Ausgerichtet wird das Turnier von der Karl-Preising-Schule (KPS).
Elf Schulmannschaften - weit über die hessischen Grenzen hinaus - sind angereist. Gerade im Rollstuhlbasketball gibt es oft nur wenige Teams in der direkten Nähe. Umso größer ist die Bedeutung solcher Turniere. „Es ist immer schön zu sehen, wenn Teams aus allen Richtungen von Deutschland zusammenkommen und ein Turnier gemeinsam bestreiten“, sagt Annette Vöpel aus der Fachschaft Sport der Karl-Preising-Schule.
Sieben Teams übernachten in der Karl-Preising-Schule. Schon am Vorabend entstehen Gespräche, erste Bekanntschaften, ein spürbares Miteinander. Am Turniertag selbst wird daraus sportlicher Wettkampf – intensiv, teilweise nicht zimperlich, aber immer fair. Die Jugendlichen gehen hart in die Duelle, schnappen sich gegenseitig die Bälle weg, Rollstühle geraten ins Wanken. Freiwürfe sind selten nötig. Gespielt wird mit viel Einsatz – und mit sichtbarer Spielfreude.
Im Finale der A-Klasse wird es dramatisch. Schwerin hat gerade erst zum Gleichstand aufgeholt, die Halle ist gespannt. Dann fällt der letzte Korb – knapp zugunsten der Braunschweiger. Ein hart umkämpftes Spiel, entschieden in den letzten Momenten. Am Ende gewinnt in der A-Klasse die Hans-Würtz-Schule aus Braunschweig, in der B-Klasse setzt sich die Anne-Frank-Schule aus Osnabrück durch. Für beide Erstplatzierten gibt es einen Wanderpokal, der im kommenden Jahr wieder mitgebracht und verteidigt werden muss. In der A-Klasse geht ein dritter Platz an das Team der Karl-Preising-Schule aus Bad Arolsen.
Und genau hier beginnt die eigentliche Geschichte des Tages.
Dieses KPS-Team ist zum ersten Mal bei einem solchen Turnier dabei. Noch unerfahren, aber motiviert. Spiel für Spiel wächst die Mannschaft zusammen. Trainer und Sportlehrer Fabian Steltner beobachtet die Entwicklung genau: „Die Mannschaft hat sich toll im Laufe des Turniers entwickelt. Aus einer unerfahrenen Mannschaft ist eine Turniermannschaft geworden.“
Auch für die Spieler selbst bleibt der Tag besonders. Louis Ehrat aus dem Team der KPS bringt es auf den Punkt: „Der Tag war ein Hammer. Als Team haben wir uns super engagiert.“
Nach der Preisverleihung gibt es Handshakes, ehrliche Glückwünsche, Gespräche zwischen den Schulen. Kein schneller Abgang, sondern Austausch. Das ist es, was dieses Turnier ausmacht: Wettbewerb ja – aber getragen von Respekt und Begegnung. Ein Tag, der zeigt, warum sich die weiten Anreisen lohnen. Und warum Rollstuhlbasketball im Schulkontext weit mehr ist als nur ein Spiel.
Hintergrund: Die Karl-Preising-Schule ist eine Förderschule mit individualisierten und differenzierten Lernangeboten für Kinder und Jugendliche mit Anspruch auf sonderpädagogische Förderung. Träger ist der Bathildisheim e. V. Am Standort Hagenstraße ist die Abteilung für emotionale und soziale Entwicklung ansässig. Die Schüler:innen erhalten individuelle Lern- und Förderangebote. Dazu gehört auch die therapeutische Versorgung. Als staatlich anerkannte Förderschule wird nach den hessischen Lehrplänen, die für die öffentlichen Schulen gelten, unterrichtet.
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